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ZENZAA

Grundsätze

Die Regeln stehen fest, bevor programmiert wird.

Jedes Produkt behauptet, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Nachprüfbar wird das erst, wenn die Regeln vorher aufgeschrieben sind. Diese sieben gelten für jede Entscheidung in zenzaa. Wer eine davon verletzen will, muss sie zuerst hier ändern.

  1. Die Zahl kommt von dir, nicht von der App

    Alles Gelernte bleibt Vorschlag. Die Tagesmenge, die Dauer, die Reihenfolge — zenzaa darf rechnen, beobachten und sagen, was es sieht. Entschieden wird nicht von ihm.

  2. Ein Hinweis, nie zwei gleichzeitig, immer wegklickbar

    Eine App, die ständig ratschlägt, wird weggeklickt und danach ignoriert. Deine Aufmerksamkeit ist das knappste Gut im ganzen System — auch für uns.

  3. Nur reden, wenn es etwas zu sagen gibt

    Jede lernende Funktion schweigt, bis genug Belege vorliegen. Ein Ratschlag nach zwei Tagen ist geraten, nicht gelernt. Im Zweifel schweigt zenzaa.

  4. Korrigieren statt nacharbeiten

    Ein Fehler wird an einer Stelle richtiggestellt, nicht an jeder Fundstelle einzeln. Was die App verstreut hat, räumt sie auch wieder zusammen.

  5. Freie Zeit ist kein Fehler

    zenzaa optimiert nicht auf Auslastung. Ein Tag muss nicht voll sein. Deshalb ist die Beobachtung über die Tagesmenge unsymmetrisch: Tage, an denen regelmäßig etwas liegen bleibt, sind ein Planungsproblem — dafür darf eine kleinere Zahl angeboten werden. Tage mit Zeit übrig sind keins. Sie werden benannt, aber es gibt nichts zu übernehmen: keine Zahl, keinen Knopf.

    Eine App, die jede gute Woche mit „du könntest mehr schaffen" beantwortet, macht aus einem ruhigen Tag ein zu schlagendes Ziel.
  6. Erfahrung darf Absicht beraten, aber niemals überschreiben

    Der Verlauf ist unveränderlich: Einträge werden angehängt, nie überschrieben. Ein gelernter Wert ersetzt niemals lautlos einen, den du gesetzt hast. Ein leeres Feld darf gefüllt werden — dort wird keine Entscheidung übergangen —, und auch dann steht die Begründung daneben. Ein gesetztes Feld bleibt unangetastet; der gelernte Wert stellt sich daneben und wartet.

    Diese Regel ist kein Vorsatz, sondern steht als geprüfter Code in zenzaa. Sie gilt auch für alles, was noch dazukommt.

  7. KI ist eine Werkzeugschicht, keine Stufe im Kreislauf

    Das Grundmodell bleibt unverändert: Wollen → Wählen → Tun → Lernen. KI bildet keine fünfte Stufe. Sie darf alle vier unterstützen — und der Mensch bleibt im ganzen Kreislauf Entscheidungsträger.

    zenzaa darf dir Arbeit erleichtern oder abnehmen. Es darf dir nicht ungefragt die Entscheidung abnehmen, welche Arbeit du selbst tun möchtest.

    Deshalb ist KI-Nutzung keine Erfolgskennzahl — weder Anzahl der Anfragen noch delegierte Aufgaben oder Automatisierungsquote. Die einzige Frage, die zählt: Hat die Unterstützung bei dieser Aufgabe geholfen? Gemessene Zeitersparnis ist Information, keine Empfehlung.

Die Kette, in die sich jede lernende Funktion einordnen muss

Bevor eine neue Funktion gebaut wird, muss klar sein, an welcher Stelle sie ansetzt. Die Reihenfolge ist die eigentliche Aussage — sie endet immer gleich.

  1. Absicht Ziel, Priorität, Frist, Schätzung
  2. Plan gewählte Tagesaufgaben, geplante und verfügbare Zeit, Reihenfolge
  3. Wirklichkeit gemessene Zeit, erledigt, zurückgestellt, ungeplante Arbeit
  4. Erfahrung persönliche Abweichung, typische Dauer, realistische Kapazität
  5. Vorschlag was zenzaa daraus anbieten darf
  6. Entscheidung du

Erfahrung darf Absicht beraten, aber niemals überschreiben.

Was daraus ausdrücklich nicht folgt

Diese Grundsätze sind kein Verbot von Klarheit. Eine überschrittene Frist sichtbar zu machen ist keine Bevormundung — sie zu verschweigen wäre eine. Der Unterschied liegt darin, was danach passiert.

Zeigen ja, entscheiden nein. Die Sammlung sagt „Frist gestern". Sie zieht die Aufgabe nicht in deinen Tag.

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