Research
Was ich weiß, was ich vermute, was ich teste.
Was ich weiß
-
Mehrfach untersucht
Wir schätzen die Dauer eigener Vorhaben zu kurz.
Der Fehler streut nicht zufällig, sondern zeigt immer in dieselbe Richtung — und er verschwindet nicht, indem man vorsichtiger schätzt. Selbst ausdrücklich erfragte „schlechteste Fälle" fielen in Untersuchungen noch zu optimistisch aus.
GrundlageKahneman & Tversky 1979; Buehler, Griffin & Ross 1994
In zenzaazenzaa misst die tatsächliche Zeit und stellt sie neben die Schätzung.
-
Mehrfach untersucht
Was den Kopf beschäftigt, ist nicht das Unerledigte, sondern das Ungeplante.
Die aufdringliche Beschäftigung mit einem offenen Ziel ließ nach, sobald ein konkreter Plan gefasst war — erledigt war dabei nichts.
GrundlageMasicampo & Baumeister 2011
In zenzaaErfassen ist folgenlos; entschieden wird in einem eigenen Schritt.
-
Mehrfach untersucht
Automatische Empfehlungen ersetzen die Prüfung, die man sonst vorgenommen hätte.
In Luftfahrt und Medizin seit Jahrzehnten belegt — und der Effekt trifft nicht die Unaufmerksamen. Je zuverlässiger ein System im Alltag wirkt, desto stärker.
GrundlageParasuraman & Riley 1997; Skitka, Mosier & Burdick 1999
In zenzaaEin gelernter Wert überschreibt nie lautlos einen, den du gesetzt hast.
Was ich vermute
-
Begründet, nicht belegt
Bewusstes erneutes Auswählen erzeugt weniger Schlepplisten als automatisches Übernehmen.
Wenn eine nicht erledigte Aufgabe von selbst in den nächsten Tag rutscht, entsteht keine Entscheidung — sie wandert mit. Ich vermute, dass eine erneute Wahl dazu führt, dass mehr gestrichen und weniger mitgeschleppt wird. Belegen kann ich es nicht.
GrundlagePasst zum Sunk-Cost-Effekt (Arkes & Blumer 1985): Verschieben fühlt sich billiger an als Streichen. Untersucht ist das für Aufgabenlisten aber nicht.
In zenzaaWas heute offen bleibt, geht zurück in die Sammlung.
-
Begründet, nicht belegt
Eine gemessene eigene Dauer wirkt stärker als ein guter Vorsatz.
Dass die Planning Fallacy existiert, ist belegt. Dass ausgerechnet die Anzeige der eigenen Vergangenheit sie im Alltag verkleinert, habe ich nicht gezeigt.
GrundlageDie Forschung empfiehlt, auf tatsächliche Vergleichsfälle zu schauen statt nachzudenken. Ob eine App das leistet, ist eine andere Frage als ob das Prinzip stimmt.
-
Noch nicht geprüft
„Bewahren" als vollwertige Antwort verändert, wie Menschen auf ihr Leben schauen.
Compass lässt ausdrücklich zu, dass etwas gut ist und bleiben soll. Ich vermute, dass allein diese Möglichkeit den Blick verändert — belegen kann ich es nicht.
GrundlageAngrenzend untersucht ist die Gewöhnung an Verbesserungen. Eine Aussage über meine Umsetzung folgt daraus nicht.
Was ich teste
-
Wird gerade beobachtet
Ab wann darf eine gelernte Dauer überhaupt angezeigt werden?
zenzaa schweigt, bis genug eigene Belege vorliegen. Wie viele „genug" sind, habe ich gesetzt und nicht gemessen — zu früh wirkt geraten, zu spät nützt es niemandem.
GrundlageGrundsatz 3: nur reden, wenn es etwas zu sagen gibt.
-
Wird gerade beobachtet
Hilft die Rückfrage der KI-Unterstützung wirklich — oder nervt sie?
Eine Rückfrage verbessert das Ergebnis, kostet aber einen Schritt. Ich weiß noch nicht, ab welcher Aufgabenart sich das lohnt.
-
Zurückgestellt
Braucht der Tag eine Obergrenze oder genügt die sichtbare Summe?
Heute summiert zenzaa die geplanten Dauern sichtbar, verbietet aber nichts. Eine harte Grenze wäre wirksamer und würde bevormunden. Ich habe mich vorerst für die Sichtbarkeit entschieden.