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ZENZAA

Fokus

Konzentration ist keine Charakterfrage. Sie hat messbare Gegner — Unterbrechungen, Kontextwechsel, zu viele gleichzeitig offene Dinge — und genau die lassen sich gestalten.

Was Unterbrechungen kosten

Unterbrochene Arbeit wird nicht langsamer fertig — sie wird anstrengender.

Gemischt belegt Einzelne Bestandteile sind untersucht, die Methode als Ganzes nicht. Die Ergebnisse fallen unterschiedlich aus.

Dass Unterbrechungen Zeit kosten, hätte ich sofort unterschrieben. Die Untersuchungen dazu sagen etwas anderes — und was sie sagen, deckt sich mit meinem Gefühl an einem zerhackten Tag besser als meine eigene Erklärung.

Gloria Mark und Kollegen beobachteten Büroarbeit im Feld und fanden ein Ergebnis, das der Erwartung widerspricht: Unterbrochene Aufgaben wurden im Schnitt nicht länger, sondern eher schneller abgeschlossen. Die Menschen arbeiteten danach verdichteter — und berichteten gleichzeitig mehr Stress, mehr Zeitdruck und höhere Anstrengung.

Die Kosten liegen also nicht dort, wo man sie vermutet. Nicht die Uhr zahlt, sondern der Mensch.

Zur bekannten Zahl: Die oft zitierten „23 Minuten, bis man wieder drin ist" stammen aus dieser Forschungsrichtung, werden aber meist falsch wiedergegeben. Gemessen wurde, wie lange es dauert, bis jemand zu einer unterbrochenen Aufgabe zurückkehrt — dazwischen liegen in der Regel weitere Aufgaben. Es ist keine Aufwärmzeit des Gehirns.

Quellen zu diesem Beitrag

Genannt ist, was ich gelesen habe — nicht, was meine Aussagen beweist. Wo „Suchen" steht, ist die Fundstelle noch nicht einzeln bestätigt; ich trage keine Kennung ein, die ich nicht nachgeschlagen habe.

Aufmerksamkeitsrückstand

Ein Teil der Aufmerksamkeit bleibt bei der vorigen Aufgabe hängen — besonders, wenn sie unfertig ist.

Gemischt belegt Einzelne Bestandteile sind untersucht, die Methode als Ganzes nicht. Die Ergebnisse fallen unterschiedlich aus.

Nach einem Wechsel bin ich für eine Weile bei keiner der beiden Aufgaben ganz. Für dieses Gefühl gibt es einen Begriff — mit einer schmaleren Beweislage, als seine Bekanntheit vermuten lässt.

Sophie Leroy beschrieb 2009 einen Effekt, den sie „attention residue" nannte: Nach einem Wechsel bleibt ein Rest der Aufmerksamkeit bei der vorherigen Aufgabe, und die Leistung bei der neuen fällt ab. Am stärksten trat das auf, wenn die vorige Aufgabe unfertig abgebrochen wurde.

Interessant ist die Gegenmaßnahme in ihren Versuchen: Nicht die Erledigung half, sondern ein Plan für die Fortsetzung. Das ist derselbe Mechanismus, den auch die neuere Deutung des Zeigarnik-Effekts nahelegt.

Die Beweislage ist schmaler als bei den Unterbrechungsstudien — es handelt sich um wenige Arbeiten aus einer Forschungsgruppe. Ich führe den Begriff, weil er gut zu anderen Befunden passt, nicht weil er unabhängig oft bestätigt wäre.

Quellen zu diesem Beitrag

Genannt ist, was ich gelesen habe — nicht, was meine Aussagen beweist. Wo „Suchen" steht, ist die Fundstelle noch nicht einzeln bestätigt; ich trage keine Kennung ein, die ich nicht nachgeschlagen habe.

Deep Work

Ein nützlicher Begriff mit einer schwachen Beweislage — er stammt aus einem Buch, nicht aus einer Studie.

Kaum belegt Bewährte Praxis, aber keine belegte Wissenschaft: Zu dieser Methode selbst gibt es kaum oder keine Studien.

„Deep Work" benutze ich selbst, wenn ich einen Nachmittag ohne Unterbrechung meine. Trotzdem steht der Begriff hier als kaum belegt, und ich finde, das gehört dazugesagt.

Cal Newport prägte 2016 den Begriff für längere, ungestörte Arbeit an anspruchsvollen Aufgaben, im Gegensatz zu verteilter Kleinarbeit. Das Buch ist einflussreich und die Beobachtung dahinter plausibel.

„Deep Work" ist aber kein Forschungsbegriff. Es gibt keine Untersuchung, die zeigt, dass eine bestimmte Blocklänge zu besseren Ergebnissen führt, und keine, die den Begriff gegen Alternativen prüft. Was belegt ist, sind die Nachbarn: die Kosten von Aufgabenwechseln und die Wirkung von Unterbrechungen.

Das macht ihn nicht wertlos. Es macht ihn zu einem gut gewählten Namen für etwas Bekanntes — und nicht zu einem Beweis.

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Genannt ist, was ich gelesen habe — nicht, was meine Aussagen beweist. Wo „Suchen" steht, ist die Fundstelle noch nicht einzeln bestätigt; ich trage keine Kennung ein, die ich nicht nachgeschlagen habe.

Was hier noch entsteht

  • Benachrichtigungen abstellen
  • Fokuszeiten verabreden
  • Wiedereinstieg nach Unterbrechungen

Aufgeführt, nicht verlinkt — diese Texte gibt es noch nicht. Sie kommen nach und nach dazu.

Passende Methoden