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ZENZAA

Getting Things Done (GTD)

Alles aus dem Kopf, jedes Ding auf seinen Platz, immer die nächste konkrete Handlung.

Gemischt belegt Einzelne Bestandteile sind untersucht, die Methode als Ganzes nicht. Die Ergebnisse fallen unterschiedlich aus.

Was ist es?

GTD habe ich zweimal ernsthaft eingeführt und zweimal wieder aufgegeben — nicht, weil es falsch wäre, sondern weil ich den wöchentlichen Durchgang nicht durchgehalten habe. Der erste Schritt dagegen ist bei mir geblieben und steckt heute in zenzaa.

Ein vollständiges System in fünf Schritten: erfassen, klären, ordnen, durchsehen, tun. Alles, was Aufmerksamkeit beansprucht, kommt zuerst aus dem Kopf in einen Eingang. Danach wird jedes Ding einzeln geklärt — ist es überhaupt eine Handlung? Wenn ja, welche ist die nächste, körperlich ausführbare?

Wichtig ist der wöchentliche Durchgang: Ohne ihn verliert das System das Vertrauen, und ohne Vertrauen holt der Kopf sich alles zurück.

Woher kommt es?

David Allen, „Getting Things Done" (2001, deutsch: „Wie ich die Dinge geregelt kriege"). Aus der Beratungspraxis entstanden, nicht aus der Forschung.

Was sagt die Forschung?

Hier ist die Lage besser als bei den meisten Methoden — aber nicht so gut, wie GTD-Anhänger es gern darstellen.

Das zentrale Prinzip ist untersucht: Masicampo und Baumeister zeigten 2011, dass unerledigte Ziele die Aufmerksamkeit stören — und dass diese Störung nachlässt, sobald man einen konkreten Plan gefasst hat. Nicht die Erledigung beruhigt den Kopf, sondern der Plan. Das ist genau die Begründung für „erfassen und die nächste Handlung festlegen". Verwandt ist die Beobachtung, dass externes Ablegen kognitive Kapazität freimacht (Storm & Stone, 2015).

Das Gesamtsystem aus fünf Schritten ist dagegen nicht empirisch geprüft. Der oft zitierte Aufsatz von Heylighen und Vidal (2008) trägt „the science behind" im Titel, ist aber eine theoretische Herleitung und keine Studie. Wer ihn als Beleg anführt, verwechselt Erklärung mit Nachweis.

Was funktioniert daran?

Erfassen ohne Bewertung. Der Kopf gibt nur her, was er sicher abgelegt weiß.

Die Frage nach der nächsten konkreten Handlung. „Steuererklärung" ist keine Aufgabe, sondern ein Thema — und Themen kann man nicht anfangen.

Der regelmäßige Durchgang. Er ist der unbeliebteste Teil und der, ohne den der Rest zerfällt.

Wo sind die Grenzen?

Der Aufwand ist hoch. GTD ist weniger eine Methode als ein Umbau der eigenen Arbeitsweise, und viele halten ihn nicht durch.

Das System kennt keine Prioritäten im engeren Sinn und keine Zeitschätzung. Was heute dran ist, entscheidet man weiterhin selbst.

Es kann zum Selbstzweck werden: Listen pflegen fühlt sich produktiv an und ist es nicht.

Wie ich sie einordne

Der erste Schritt von GTD ist auch der erste Schritt von zenzaa: erfassen, ohne dass es etwas kostet. Etwas aufzuschreiben ist keine Zusage, es heute zu tun.

Den Rest habe ich bewusst einfacher gehalten — kein Kontextsystem, keine Wochenzeremonie. Ich habe zu oft erlebt, dass die Pflege des Systems mehr Zeit frisst als die Arbeit, um die es geht. Dafür beantwortet zenzaa die eine Frage, die GTD offenlässt: Was passt heute wirklich hinein?

Worauf sich das stützt

Genannt ist, was ich gelesen habe — nicht, was meine Aussagen beweist. Wo „Suchen" steht, ist die Fundstelle noch nicht einzeln bestätigt; ich trage keine Kennung ein, die ich nicht nachgeschlagen habe. Zuletzt durchgesehen am 19. August 2026.

Verwandt

zenzaa nimmt aus jeder dieser Methoden den Teil, der trägt — und lässt die Versprechen weg, die sie nicht halten können.

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